Erneute militärische Aktionen gefährden eine fragile Waffenruhe und treiben die Ölpreise in die Höhe.
Die Vereinigten Staaten und der Iran führten am Donnerstag eine weitere Runde von Luft- und Raketenangriffen durch, was den zweiten Tag in Folge mit eskalierenden Konflikten markiert. US-Präsident Donald Trump warnte, dass weitere Angriffe folgen könnten, falls Teheran nicht rasch einem Friedensabkommen zustimmt.
Die jüngsten Entwicklungen haben Befürchtungen geweckt, dass die im April vereinbarte Waffenruhe kurz vor dem Scheitern steht.
WICHTIGE DETAILS
Die jüngste Eskalation begann, nachdem der Iran Anfang dieser Woche einen US-Apache-Hubschrauber in der Nähe der Straße von Hormus abgeschossen hatte. Seitdem haben beide Seiten Angriffe in der gesamten Region ausgetauscht.
Das US-Militär gab an, iranische Überwachungssysteme, Kommunikationsnetze und Luftverteidigungsstützpunkte angegriffen zu haben. Washington beschrieb die Operation als Reaktion auf die anhaltende Aggression des Irans.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten Angriffe auf 18 militärische Ziele der USA gestartet, darunter Einrichtungen in Kuwait und Bahrain sowie die Fünfte Flotte der US-Marine. Der Iran meldete zudem, in der zweiten Nacht infolge 12 ballistische Raketen auf den Luftwaffenstützpunkt al-Azraq in Jordanien abgefeuert zu haben.
Kuwait und Bahrain aktivierten während der Angriffe ihre Luftabwehr. Kuwait schloss vorübergehend seinen Luftraum, bevor er später am Donnerstag wieder geöffnet wurde.
Der Iran behauptete, die Straße von Hormus sei vollständig gesperrt, und warnte Schiffe vor der Einfahrt in die Meerenge. Das US-Zentralkommando wies diese Behauptungen zurück und erklärte, der kommerzielle Schiffsverkehr laufe weiter und es seien keine US-Schiffe getroffen worden.
MARKTREAKTION
Die Ölpreise stiegen nach Trumps Warnung vor möglichen weiteren militärischen Maßnahmen um fast $3 und bauten ihre Gewinne im asiatischen Handel weiter aus. Der Konflikt bedroht weiterhin die weltweite Energieversorgung, da rund 20 % der weltweiten Rohöl- und LNG-Lieferungen von Störungen in der Region betroffen sind.
Händler achten nun auf Anzeichen für eine erneute Diplomatie oder eine weitere militärische Eskalation. Die nächsten Schritte aus Washington und Teheran sowie die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus dürften weiterhin die wichtigsten Einflussfaktoren für die globalen Märkte bleiben.
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