Auf einen Blick
Der Iran gibt an, 10 Schiffe angegriffen zu haben, darunter zwei US-Schiffe und acht Öltanker.
Die USA geben an, fünf iranische Öltanker zerstört zu haben.
Jordanien hat 18 von 20 iranischen Raketen abgefangen; es wurden keine Verletzten gemeldet.
Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien verletzten 73 Menschen und trafen Ölanlagen.
Brent-Rohöl nähert sich der Marke von 100 USD pro Barrel.
US-Iran-Konflikt eskaliert, während sich Militärschläge über den Golf ausbreiten
Neue Angriffe auf Militär-, Schifffahrts- und Energieziele schüren die Angst vor einer größeren regionalen Krise und erhöhen erneut den Druck auf die weltweite Ölversorgung.
WICHTIGE DETAILS
Irans Revolutionsgarde erklärte am Mittwoch, sie habe ballistische Raketen auf einen von den USA genutzten Militärstützpunkt nahe Al Azraq in Jordanien abgefeuert und 10 Schiffe nahe der Straße von Hormus angegriffen.
Jordanien teilte mit, seine Luftabwehr habe 18 Raketen abgefangen, während zwei in unbewohnten Gebieten einschlugen. Es wurden keine Verletzten gemeldet. Ein US-Vertreter erklärte, der Angriff sei wirkungslos gewesen und alle amerikanischen Truppen seien wohlauf.
Die Angriffe folgten auf eine US-Operation, bei der am Dienstag fünf iranische Öltanker zerstört wurden. Washington erklärte, die Aktion sei nach iranischen Raketenangriffen auf ein Kriegsschiff der US-Marine erfolgt. Es wurden keine Amerikaner verletzt.
Der Iran drohte auch Tankern in kuwaitischen und bahrainischen Häfen. Eine Quelle für maritime Sicherheit erklärte, ein LNG-Tanker sei im Hafen von Khor Fakkan in den VAE beschädigt worden, die Verantwortung dafür sei jedoch unklar.
MARKTREAKTION
Die Ölpreise stiegen erneut, wobei sich Brent-Rohöl der Marke von 100 USD pro Barrel näherte, da Händler die Störungen rund um die Straße von Hormus, eine Schlüsselroute für den weltweiten Energietransport, aufmerksam verfolgten.
Unterdessen griffen die mit dem Iran verbündeten Huthis mehrere saudi-arabische Städte an, verletzten 73 Menschen und setzten Ölanlagen in Brand.
WARUM ES WICHTIG IST
Für Händler ist die Straße von Hormus das Hauptrisiko, das es zu beobachten gilt. Weitere Angriffe auf Tanker oder die Energieinfrastruktur könnten die Sorgen über das Angebot verschärfen und die Ölpreise volatil halten.
Die Märkte werden sich darauf konzentrieren, ob sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weiter verschlechtert und ob die jüngsten Angriffe eine neue Runde von Vergeltungsmaßnahmen auslösen.
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Quelle: Reuters
Zeit: 10:00 Uhr EEST





