Neue militärische Aktionen unter Beteiligung von Israel, dem Libanon und dem Iran trieben die Ölpreise kräftig nach oben und schürten erneut Ängste vor weltweiten Lieferengpässen.
Die Ölpreise legten am Montag deutlich zu, nachdem Israel neue Angriffe auf Beirut geflogen hatte und Berichte über Explosionen in mehreren iranischen Städten aufkamen. Diese Entwicklungen dämpften die Hoffnungen auf ein rasches Ende des regionalen Konflikts und schürten die Sorge über die Öllieferungen durch die Straße von Hormus.
WICHTIGE DETAILS
Die Terminkontrakte für die Sorte Brent stiegen bis 03:33 Uhr GMT um $3,20 oder 3,39 % auf 96,24 $ pro Barrel, während US-Rohöl um 2,87 $ oder 3,17 % auf 93,41 $ pro Barrel zulegte.
Die Rallye machte die Verluste vom Freitag wett, als die Märkte noch positiv auf Anzeichen einer möglichen Deeskalation zwischen den USA und dem Iran reagiert hatten. Seit März haben sich die Ölpreise aufgrund der zunehmenden Spannungen in der gesamten Region um mehr als 50 % erhöht.
Lokale Medien berichteten am frühen Montag über Explosionen in Teheran, Täbris und Isfahan. Unterdessen feuerte der Iran am Sonntag Raketen auf israelische Ziele ab, als Reaktion auf israelische Militäraktionen.
Trotz der jüngsten Eskalation erklärte US-Präsident Donald Trump, ein umfassenderes Friedensabkommen sei nach wie vor machbar, und forderte den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu Berichten zufolge auf, weitere Angriffe zu vermeiden.
OPEC+ stimmte außerdem zu, die Ölförderung zum vierten Mal in vier Monaten zu erhöhen. Analysten bezweifeln jedoch, dass diese Erhöhung das Angebot nennenswert steigern wird, da viele Produzenten aufgrund der anhaltenden Störungen rund um die Straße von Hormus und der Infrastrukturschäden in Russland Schwierigkeiten haben, ihre Förderziele zu erreichen.
MARKTREAKTION
Die Energiemärkte führten die Aufwärtsbewegung an, wobei die Ölpreise kräftige Gewinne verbuchten. Steigende geopolitische Risiken könnten auch sichere Häfen stützen, während die Aktienmärkte unter Druck geraten könnten, sollten die Energiekosten weiter steigen. Die Kryptomärkte blieben auf die allgemeine Risikostimmung fokussiert.
WARUM ES WICHTIG IST
Für Händler bleibt die Straße von Hormus das Hauptrisiko. Jede Bedrohung des Schiffsverkehrs auf dieser Route, über die rund ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen abgewickelt wird, kann schnell zu hoher Volatilität bei Rohstoffen, Währungen und Aktien führen.
Die Märkte werden die Entwicklungen zwischen Israel, dem Iran und dem Libanon sowie jegliche diplomatischen Fortschritte aus Washington genau beobachten. Händler werden auch im Auge behalten, ob die Produktionssteigerungen der OPEC+ die anhaltenden Angebotssorgen ausgleichen können.
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