Auf einen Blick
Bis zu 2,5 Milliarden Dollar könnten im vergangenen Jahr über eine Zweckgesellschaft geflossen sein
Iranisches Öl wurde gegen Kredite eingetauscht, mit denen chinesische Waren gekauft wurden
Berichten zufolge umfassten die Käufe Medikamente, Fahrzeuge und militärische Ausrüstung
Das chinesische Außenministerium erklärte, es sei mit der Vereinbarung „nicht vertraut“
Chinas Öl-gegen-Waren-Pipeline steht vor einem neuen Test
Der Iran nutzt ein geheimes Handelssystem mit China, um den Warenfluss trotz der US-Sanktionen aufrechtzuerhalten, berichtete Reuters. Die Vereinbarung verknüpft iranische Ölverkäufe mit Krediten für chinesische Importe und hilft Teheran, an lebenswichtige Güter zu gelangen, während gleichzeitig internationale Bankkanäle umgangen werden.
Wichtige Details
Laut Kpler kaufte China im Jahr 2025 mehr als 80 % des per Schiff transportierten iranischen Öls, was einem Durchschnitt von etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag entspricht.
Mit dem System vertraute Personen sagten, dass im vergangenen Jahr rund 2 bis 2,5 Milliarden Dollar über eine Zweckgesellschaft (SPV) geflossen seien.
Rund 70 % der iranischen Öleinnahmen, die über den breiteren Mechanismus abgewickelt werden, fließen Berichten zufolge in Infrastrukturprojekte. Der Rest wird zur Bezahlung chinesischer Unternehmen verwendet, die Waren in den Iran liefern.
Das System wird Berichten zufolge mindestens seit 2021 betrieben und half dem Iran anfänglich bei der Beschaffung von Medikamenten und COVID-19-Impfstoffen.
Quellen behaupteten außerdem, dass es im vergangenen Jahr für Verträge über Luftabwehrausrüstung im Wert von Millionen Dollar genutzt wurde. Reuters erklärte, diese Transaktionen nicht unabhängig überprüfen zu können.
Das chinesische Außenministerium erklärte, es sei „mit der Situation nicht vertraut“, und bekräftigte seine Ablehnung einseitiger Sanktionen.
Warum es wichtig ist
Die größere Frage ist, was passiert, wenn der Druck der USA das System stört. Seit dem Wiederinkrafttreten der Blockade am 14. Juli haben laut Reuters keine iranischen Rohölladungen die Straße von Hormus in Richtung China erfolgreich überquert.
Für Händler rückt die Geschichte die iranischen Ölströme, Chinas Rohölbedarf und die Straße von Hormus wieder in den Fokus. Jede weitere Störung könnte zu neuer Volatilität auf den Energiemärkten führen.
Die wichtigsten Signale sind die iranischen Ölexporte, mit China in Verbindung stehende Sanktionen und die Frage, ob die Blockade die Rohöllieferungen weiterhin einschränkt.
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Quelle: Reuters
Zeit: 11:30 Uhr EEST





